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Obligations Arising from the Use of Candidate Substances According to REACh

The „Candidate List“ indicates the substances which are candidates for the adoption to REACH Anhang XIV. Among others, lead is listed on the candidate list.

 

Candidate substances are not banned from use under REACh. However, legal obligations may arise for enterprises if they market and use candidate substances in articles and mixtures. These obligations begin with the adoption of a substance to the candidate list. In particular, users of candidate substances have to comply with information obligations.

 

Additionally, they have to provide their customers with safety data sheets. Additionally, emissions of such substances have to be minimized.

The European Chemicals Agency (ECHA) summarizes the obligations on their web pages.

 

 

 

 

Substances in products

  • EU or EEA* suppliers of products that have substances on the candidate list at a concentration of more than 0.1 % by mass percentage, sufficient information must be provided for the safe use of the product.
  • At the request of a consumer, EU or EEA suppliers of goods that have substances on the candidate list must be concentrated at a concentration of more than 0.1 % mass percentage, provide sufficient information for the safe use of the product. This information shall be provided within 45 days of receipt of the request.
  • EU and EEA manufacturers or importers of products must notify ECHA if their product contains a substance on the candidate list. This obligation shall apply if the substance is contained in the products concerned in quantities exceeding one tonne per producer/importer per year and if the substance is contained in the products concerned at a concentration of more than 0,1mass percentage (w/w). The notifications must be submitted no later than 6 months after inclusion in the list of candidates. ?
  • A notification is not required if:
  1. the manufacturer or importer of a product may exclude exposure of humans and the environment during the use and disposal of the article. However, in such cases, the producer or importer shall give appropriate instructions to the customer of the product.
  2. the substance has already been registered for this use.

 *EWR: Europäischer Wirtschaftsraum

Sicherheitsdatenblätter für Stoffe als solche und Stoffe in Gemischen

  • EU- und EWR-Lieferanten von Stoffen auf der Kandidatenliste (die entweder als solche oder in Gemischen geliefert werden) müssen ihren Kunden ein Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen.
  • Abschnitt 15 der bereits bestehenden Sicherheitsdatenblätter sollte aktualisiert werden, um der Einstufung des Stoffes als besonders besorgniserregender Stoff (Artikel 31 Absatz 9 Buchstabe a) Rechnung zu tragen.
  • EU- und EWR-Lieferanten von Gemischen, die nach der Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (EG) Nr. 1272/2008 nicht als gefährlich eingestuft sind, müssen den Empfängern auf Anfrage ein Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:
  1. das Gemisch enthält mindestens einen Stoff mit einer Einzelkonzentration im Gemisch ? 0,1 % Massenprozent bei nicht gasförmigen Gemischen;
  2. dieser Stoff ist auf der Kandidatenliste gemäß Artikel 57 Buchstabe d (persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT)), e) (sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB)) oder f) (Stoff, der ebenso besorgniserregend ist) aufgeführt.

Dies gilt unbeschadet der allgemeinen Verpflichtung aller EU- und EWR-Lieferanten von Gemischen, die nicht gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 als gefährlich eingestuft sind, den Empfängern auf Anfrage ein Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung zu stellen, wenn das Gemisch einen Stoff mit einer Einzelkonzentration von ? 1 % Massenprozent bei nicht gasförmigen Gemischen und von ? 0,2 % vol bei gasförmigen Gemischen enthält, der eine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellt.

Minimierung von Freisetzungen

Für Stoffe, die die PBT*- und vPvB**-Kriterien erfüllen, und spätestens, wenn diese als solche in die Kandidatenliste aufgenommen wurden, müssen die Hersteller und Importeure die in ihren länderspezifischen Empfehlungen enthaltenen Informationen verwenden, wenn sie an ihren Standorten Risikomanagementmaßnahmen durchführen und für nachgeschaltete Anwender empfehlen, die die Exposition und Emissionen von Mensch und Umwelt minimieren. Auf der Grundlage dieser Empfehlung müssen die nachgeschalteten Anwender geeignete Maßnahmen ermitteln und anwenden, um die damit verbundenen Risiken angemessen zu beherrschen.

 

*PBT: persistent, bioakkumulativ, toxisch
**vPvB: sehr persistent, sehr bioakkumulativ